Dieses Jahr standen Lebkuchen ganz oben auf meiner Backliste für die Weihnachtszeit. Das liegt daran, dass ich im letzten Jahr ein sehr leckeres Rezept für Lebkuchen gefunden habe, welches ich heute mit euch teilen möchte. Als Basis habe ich dieses und auch letztes Jahr bereits dieses Rezept von chefkoch.de verwendet. Beim Nachmachen hab ich es ein wenig modifiziert.

Lebkuchen

Meine Zutaten:
250 g Honig
220 g brauner Rohrzucker
85 g Butter
1 Pck. Lebkuchengewürz
Schale von bis zu einer Zitrone
ca. 500 g Mehl
2 EL Kakaopulver
2 Eier
15 g Pottasche (1 Pck.)
2 cl Rum

500g Mehl ist hier ein Richtwert. Je nachdem, welches Mehl verwendet wird, muss noch ein wenig Mehl nachgeschüttet werden. Auch in Bezug auf die Zitronenschale sollte man sich vorher überlegen, wieviel man verwenden möchte. Ich habe dieses Jahr z.B. die Schale einer ganzen Zitrone verwendet und den Geschmack schmeckt man schon sehr raus. Die Lebkuchen schmecken so zwar auch gut, aber beim nächsten Mal werde ich ein wenig Zitronenschale weglassen.
Beim Kneten des Teigs ist eine Küchenmaschine übrigens von großem Vorteil. Im letzten Jahr habe ich das Kneten noch meinem Freund überlassen und der hat zum Teil ganz schön kämpfen müssen mit dem Teig, dieses Jahr hat die Küchenmaschine das Kneten übernommen und sehr gute Arbeit geleistet. Im Rezept steht außerdem, dass man den Lebkuchenteig mindestens eine Nacht ziehen lassen soll, besser jedoch bereits im Oktober ansetzt. Letzteres habe ich bisher nicht geschafft. Im letzten Jahr sowie auch in diesem habe ich den Teig jeweils ca. 2 Wochen ruhen lassen. Das Ergebnis hat mir geschmacklich schon mal sehr gut gefallen, die Lebkuchen sind auch sehr gut im Ofen aufgegangen. Vielleicht schaffe ich es im nächsten Jahr, den Teig ein wenig länger ruhen zu lassen, um das Ganze zu vergleichen.

Lebkuchen: Eichhörnchen vs. Igel

In Bezug auf die Backzeit steht im Rezept “etwa 20 Minuten bei 180 – 200°”. Ich habe beim Backen ein bisschen rumprobiert, da mit dieser Einstellung und Backdauer mein erstes Blech etwas zu knusprig geworden ist. Am besten sind die Lebkuchen bei 175° Ober-/Unterhitze geworden, die ca. 10-12 Minuten im Ofen waren. Wenn man sie rausnimmt, sind sie noch ein wenig weich, da muss man aufpassen, dass man sie nicht zerknittert (siehe die Falten des Igels auf dem Foto). In Bezug auf die Ausstechförmchen sind natürlich hierbei keine Grenzen gesetzt. Ich habe wild drauf losgestochen und auch alle nicht-weihnachtlichen Ausstechförmchen genutzt.

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Wie bereits im Gartenpost “Garten im August” zu sehen war, haben wir dieses Jahr eine reiche Brombeerenernte (für unsere Verhältnisse, immerhin wohnen wir in der Stadt und haben nicht so viel Platz im Garten, wie wir gern hätten). Zusätzlich hatten wir von unserem Nachbarn noch eine große Schüssel Jostabeeren bekommen. Natürlich kann man die ganzen Beeren auch sofort naschen. Da ich vor dem Urlaub aber nicht eine Woche lang nur Beeren essen wollte, wanderte der Großteil davon in zwei “Projekte”, die ich jetzt gern vorstellen möchte.

1. Marmelade kochen
Eine Möglichkeit, die Beeren zu verwerten, ist, sie zu Marmelade einzukochen. Aus den Jostabeeren ist eine Jostabeeren-Whiskey-Marmelade entstanden, es fehlen mir allerdings noch hübsche Etiketten, wie auf dem unteren Foto zu erkennen ist.

Zutaten: Jostabeeren, Gelierzucker (2:1), Whiskey.

Zubereitung: Jostabeeren säubern, zusammen mit dem Gelierzucker im Verhältnis von 2 (Früchte) zu 1 (Gelierzucker) in einen Topf geben. Nach Geschmack Whiskey dazu geben und alles gut verrühren. 3 Minuten sprudelnd kochen. Marmelade in Gläser abfüllen, gut verschließen und für ca. 10 Minuten auf den Deckel stellen. Fertig!

2. Rumtopf ansetzen
Das Ansetzen eines Rumtopfes ist in unserem Haushalt mittlerweile bereits eine kleine Tradition geworden. Jedes Jahr wartet man sehnsüchtig darauf, den Rumtopf im Winter anzustechen und auch Familie und Freunde freuen sich immer über ein Gläschen abgefüllten Rumtopf zum Beispiel als Weihnachtsgeschenk. Dieses Jahr enthält unser Rumtopf einen großen Teil eigene Brombeeren aus dem Garten und ist auch bereits gut gefüllt =)

So geht’s: Man kann im Mai/Juni mit dem Ansetzen des Rumtopfes beginnen und als erstes Erdbeeren dazugeben. Je nach Geschmack und nach Platz im Topf können in den weiteren Wochen/Monaten weitere Früchte wie z.B. verschiedene Beerensorten oder auch Mango, Birnen, Weintrauben, etc. dazu gegeben werden. Unser Rumtopf enthält traditionell nur Beerenfrüchte und auch nur wenige kleine, feste Erdbeeren, da diese sehr schnell matschig werden.  Außerdem sollte laut verschiedenen Rezepten eigentlich pro 500g Früchte ca. 250g Zucker (also Verhältnis 1:2)  dazu gegeben werden. In unserem Rumtopf befindet sich jedoch immer sehr viel weniger Zucker (Verhältnis 1:4 bis 1:8). Damit das Ganze schließlich auch zu einem  RUM-Topf wird, werden die Früchte jeweils mit Hochprozentigem (Rum muss es nicht zwingend sein) >54% aufgegossen. Für den besonderen Geschmack werden außerdem einmalig  zwei grüne Wallnüsse dazugegeben. Danach muss immer wieder ein Deckel auf den Topf gesetzt und alles dunkel und kühl gelagert werden.  Man sollte immer mal wieder nachschauen, ob noch alle Früchte mit Flüssigkeit bedeckt sind, ansonsten am besten noch etwas Hochprozentigen dazu gegeben, sodass die Früchte immer ca. fingerbreit bedeckt sind. Im Winter (bzw.  ca. 4 Wochen nach dem Zugeben der letzten Früchte) sind die Früchte gut durchgezogen und der Rumtopf kann angestochen werden. Man kann ihn pur löffeln oder aber auch sehr gut zu Vanilleeis servieren. Die Früchte haben es nach einer so langen Zeit jedoch ganz schön in sich! ;)

Ein tolles Wochenende war das. Aber wie immer viel zu kurz… Zum Abschluss gab es gestern mal wieder selbstgemachte Pizza mit Pizzateig nach dem Rezept von meinem Freund.
Zutaten für Teig (für 2 Personen, ergibt Teig für 2 runde Pizzabackbleche Durchmesser 30 cm oder für 1 ‘normales’ Backblech) :
  • 250g Mehl (nach Lust und Laune hell oder dunkel)
  • 120 ml Wasser
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • eine Prise Salz
  • Kräuter nach Wahl
  • etwas Öl

Zubereitung:

Alle Zutaten außer das Öl in eine Schüssel geben und kräftig kneten. Teig warm stellen und für mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen.
Nach dem Ruhen lassen Teig ausrollen und Backofen vorheizen (ca. 250 Grad/Umluft=höchste Stufe bei uns). Den ausgerollten Teig auf das Backblech legen und mit etwas Öl bepinseln. Pizzaboden für 5 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Pizzaboden aus dem Ofen nehmen und nach Belieben belegen. Belegte Pizza erneut in den Ofen geben und bei ca. 200 Grad Umluft noch mal 5 bis 10 Minuten backen.
Für mich ist das die absolute Lieblingspizza. Der Boden ist schön dünn, aber trotzdem lecker knusprig durch das Vorbacken. Guten Appetit!

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Ich habe momentan Klausurenphase und das bedeutet bei mir Backzeit. Es gibt doch nichts schöneres, als sich vor dem Lernen zu drücken und ein wenig zu backen. Das bietet nämlich a) eine super Ausrede, gerade nicht lernen zu können (“Ich MUSS JETZT unbedingt backen”), b) genug Nervennahrung, wenn man sich dann doch wieder an den Schreibtisch setzt und c) macht das Gebackene durch seinen Schokoladeninhalt wieder glücklich, wenn die Klausur nicht so gelaufen ist, wie man sich das gewünscht hat.
Mein Lieblingslernphasenrezept ist angelehnt an das Rezept Chocolate Chips Cookies auf chefkoch.de. Es ist einfach zu backen und (trotzdem) sehr lecker. Ich wandel das Rezept immer noch ein wenig ab, daher hier noch mal meine eigene “Triple-Chocolate-Cookies”Version:
Zutaten:
  • 90-100g brauner Zucker
  • 140 g Butter
  • 1 Ei
  • 180 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 3 Packungen Schokolade á 125g, jeweils verschiedene Schokosorten (sehr schokoladig!)

Zubereitung:

wie auf chefkoch.de angegeben, aber als Backzeit (bei Umluft, 155-160 Grad) reichen bei mir ca. 7 bis 8 Minuten völlig aus. Die Cookies sehen dann noch relativ weich aus, wenn sie aus dem Ofen kommen und haben nach dem Abkühlen die perfekte Konstistenz. Und wem das noch nicht reicht, der sollte die noch warmen Kekse zu Vanille-Eis essen… Mhm.

Durch das Kaltstellen zwischen durch kann man den Teig auch flexibel halbieren und zum Beispiel erstmal nur die Hälfte der Cookies backen (weil sie warm einfach am besten schmecken) und ein, zwei Tage später die andere Hälfte. Ich habe den gekühlten Teig auch schon zusammen mit der Backanleitung und einer Packung Vanille-Eis zum Geburtstag verschenkt.

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