Schon lange wollte ich unbedingt Wein selbst herstellen. Besonders gut traf es sich da, dass mein Freund bereits 2 Weinballons besitzt und sich vor Jahren damit auch schon ein bisschen ausprobiert hat.

Passend zum Herbst haben wir uns für Zwetschgenwein entschieden. Im Internet findet man viele Tipps, Anleitungen und Rezepte zum Thema Wein herstellen. Einlesen kann man sich beispielsweise unter wein-selbermachen.de, obstweine.de oder hobbywinzer.de. Besonders gut hat mir die Seite fruchtweinkeller.de gefallen. Hier gibt es eine Menge ausführliche Infos und viele Rezepte. Auch bei unserem Zwetschgenwein haben wir uns an das Rezept “Pflaumen- oder Zwetschgenwein“, welches dort veröffentlich wurde, orientiert.

Es wurden also Zwetschgen gekauft und fleißig ensteint und geteilt (keine schöne Arbeit ;) ). Zusammen mit der Hefe, dem Hefenährsalz, dem Antigel, Zucker und Wasser kamen die Zwetschgenschiffchen dann in einen Weinballon zur Gärung. Nach der Vorbereitung der Maische war erstmal nicht mehr so viel zu tun, außer zu warten. Gelegentlich musste der Weinballon geschwenkt werden, damit die Maische fleißig gärte. Nach ein paar Tagen hatte sich bereits eine schaumige Masse gebildet (siehe Fotos unten). Zu diesem Zeitpunkt enthielt der Weinballon ungefähr 15l Füllmenge. Die Maischegärung sollte nun ca. 2 Wochen andauern.

Eine Fortsetzung der Weingeschichte folgt. Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis und warte und warte und…

Weinepisoden…
Das hier ist der erste Teil der Weingeschichte.
Den zweiten Teil könnt ihr hier nachlesen.

Kategorien: Schlemmerküche | Schlagwörter: ,

Russischer Zupfkuchen nach dem Backen
Es war mal wieder an der Zeit, den Backofen für etwas anderes als Brot anzuwerfen. Das Ergebnis ist (der Lieblingskuchen aus meiner Jugendzeit): Russischer Zupfkuchen.
Gebacken habe ich den Kuchen nach diesem Rezept, wie fast immer allerdings mit weniger Zucker. Ich habe statt der angegebenen 200g jeweils 140g verwendet. Beim nächsten Mal werde ich auch weniger Teig für den Boden, also weniger Schokoteig, verwenden und ein bisschen mehr Käsekuchenteig mischen. Das Verhältnis kann noch verbessert werden, für meinen Geschmack war der Schokoboden dieses mal ein wenig zu hoch (siehe auch das Foto mit dem Kuchenstück). Ansonsten ist der Kuchen aber klasse. Das Rezept ist einfach, schnell gemacht und sehr lecker!

Russischer Zupfkuchen vor dem Backen

Kategorien: Schlemmerküche | Schlagwörter: ,

Wie bereits im Gartenpost “Garten im August” zu sehen war, haben wir dieses Jahr eine reiche Brombeerenernte (für unsere Verhältnisse, immerhin wohnen wir in der Stadt und haben nicht so viel Platz im Garten, wie wir gern hätten). Zusätzlich hatten wir von unserem Nachbarn noch eine große Schüssel Jostabeeren bekommen. Natürlich kann man die ganzen Beeren auch sofort naschen. Da ich vor dem Urlaub aber nicht eine Woche lang nur Beeren essen wollte, wanderte der Großteil davon in zwei “Projekte”, die ich jetzt gern vorstellen möchte.

1. Marmelade kochen
Eine Möglichkeit, die Beeren zu verwerten, ist, sie zu Marmelade einzukochen. Aus den Jostabeeren ist eine Jostabeeren-Whiskey-Marmelade entstanden, es fehlen mir allerdings noch hübsche Etiketten, wie auf dem unteren Foto zu erkennen ist.

Zutaten: Jostabeeren, Gelierzucker (2:1), Whiskey.

Zubereitung: Jostabeeren säubern, zusammen mit dem Gelierzucker im Verhältnis von 2 (Früchte) zu 1 (Gelierzucker) in einen Topf geben. Nach Geschmack Whiskey dazu geben und alles gut verrühren. 3 Minuten sprudelnd kochen. Marmelade in Gläser abfüllen, gut verschließen und für ca. 10 Minuten auf den Deckel stellen. Fertig!

2. Rumtopf ansetzen
Das Ansetzen eines Rumtopfes ist in unserem Haushalt mittlerweile bereits eine kleine Tradition geworden. Jedes Jahr wartet man sehnsüchtig darauf, den Rumtopf im Winter anzustechen und auch Familie und Freunde freuen sich immer über ein Gläschen abgefüllten Rumtopf zum Beispiel als Weihnachtsgeschenk. Dieses Jahr enthält unser Rumtopf einen großen Teil eigene Brombeeren aus dem Garten und ist auch bereits gut gefüllt =)

So geht’s: Man kann im Mai/Juni mit dem Ansetzen des Rumtopfes beginnen und als erstes Erdbeeren dazugeben. Je nach Geschmack und nach Platz im Topf können in den weiteren Wochen/Monaten weitere Früchte wie z.B. verschiedene Beerensorten oder auch Mango, Birnen, Weintrauben, etc. dazu gegeben werden. Unser Rumtopf enthält traditionell nur Beerenfrüchte und auch nur wenige kleine, feste Erdbeeren, da diese sehr schnell matschig werden.  Außerdem sollte laut verschiedenen Rezepten eigentlich pro 500g Früchte ca. 250g Zucker (also Verhältnis 1:2)  dazu gegeben werden. In unserem Rumtopf befindet sich jedoch immer sehr viel weniger Zucker (Verhältnis 1:4 bis 1:8). Damit das Ganze schließlich auch zu einem  RUM-Topf wird, werden die Früchte jeweils mit Hochprozentigem (Rum muss es nicht zwingend sein) >54% aufgegossen. Für den besonderen Geschmack werden außerdem einmalig  zwei grüne Wallnüsse dazugegeben. Danach muss immer wieder ein Deckel auf den Topf gesetzt und alles dunkel und kühl gelagert werden.  Man sollte immer mal wieder nachschauen, ob noch alle Früchte mit Flüssigkeit bedeckt sind, ansonsten am besten noch etwas Hochprozentigen dazu gegeben, sodass die Früchte immer ca. fingerbreit bedeckt sind. Im Winter (bzw.  ca. 4 Wochen nach dem Zugeben der letzten Früchte) sind die Früchte gut durchgezogen und der Rumtopf kann angestochen werden. Man kann ihn pur löffeln oder aber auch sehr gut zu Vanilleeis servieren. Die Früchte haben es nach einer so langen Zeit jedoch ganz schön in sich! ;)

Ich backe immer noch jedes Wochenende, an dem ich zuhause bin, ein Brot. Damit es nicht langweilig wird, habe ich mich mal an einem Sauerteig versucht. Angesetzt habe ich den Teig nach diesem Rezept (mal wieder von chefokoch.de).

Mein Sauerteig ist aus Dinkelmehl gemacht (Typ 1050). Viele Infos zum Thema Sauerteig gibt es auf der-sauerteig.com. Von dort habe ich auch die zwei Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe.

Das erste Rezept ist ein Dinkelbrotgrundrezept. Ich habe mich hierbei ziemlich ans Rezept gehalten, nur Dinkelschrot habe ich weggelassen und zusätzlich ein wenig Sonnenblumenkerne dazu gegeben. Das Brot war sehr fluffig und hat viel besser geschmeckt als alle meine vorigen Versuche mit Hefe. Sogar mein Freund war begeistert. Eine Woche später habe ich mich an dem Rezept einfaches Roggenmischbrot versucht. Auch hier habe ich ein paar Sonnenblumenkerne dazugegeben und statt eines Roggensauerteigs meinen Dinkelsauerteig benutzt (nachdem ich gelesen hatte, dass man die austauschen kann). Auch hier war das Ergebnis sehr lecker, wenn auch leider der Teig bei weitem nicht so schön fluffig war, wie in der Woche davor.
In Bezug auf mein (vorläufiges) Fazit kann ich nur auf meinen Titel von diesem Post verweisen: Ich glaube, dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Da muss ich unbedingt weiter rumprobieren!
Was ich auch noch gemerkt habe: Wenn ich erzähle, dass ich einen Sauerteig angesetzt habe und damit mein Brot backe, dann ernte ich in meinem Umfeld gern mal einen “anerkennden Blick”. Für mich klang das bis vor kurzem auch noch nach etwas “Großem”. Nach meinen zwei bescheidenen Wochen mit meinem Sauerteig kann ich aber nur sagen: Das ist (bisher) gar nicht so schwer und aufwendig, also auch mal ausprobieren =)

Kategorien: Schlemmerküche | Schlagwörter: ,,

Räuchern ist toll! 2 mal haben wir nun schon den Räucherofen angeschmissen und ich bin sehr begeistert (so wie auch jedes mal die Gäste). Es gab bisher geräucherten Hering, Lachsforelle, Forelle, Scholle und Lachsfilet. Der Fisch wurde jeweils vorher eingelegt in Salzlake (1 kg Fisch= 1,5l Wasser= 105g Salz= 12 Stunden), das Lachsfilet bekam sogar eine Spezialbehandlung und wurde mit einem Rohrzucker-Salzgemisch einmassiert. Im Prinzip also ganz einfach.
Dann hieß es je nach Fischgröße ca. 2 bis 3 Stunden warten und den Räucherofen machen lassen… Das Ergebnis war jeweils sehr lecker, weitere Räucheraktionen werden auf jeden Fall folgen. Dann gibts vielleicht auch Fotos vom fertigen Fisch – die letzten Male war der Fisch einfach zu schnell aufgegessen, als dass man noch Fotos davon machen konnte =) Mein persönliches Highlight war bisher übrigens das Lachsfilet.
Vorläufiges Fazit: Der Räucherofen ist definitiv eine super Investition. Das Räuchern ist ansich zwar etwas zeitaufwendiger (viel “Wartezeit”, weil Fisch erstmal eingelegt werden muss, etc.), aber das Warten lohnt sich definitiv!

Kategorien: Schlemmerküche | Schlagwörter: